Montag, 29. Oktober 2007
Berichtigung + C.A.M.P.
Es ist zwar schon spät, aber ich will trotzdem noch kurz was über das C.A.M.P.-Wochenende, der Mitarbeiter Dankes- und Planungskonferenz der Fackelträger in Rumänien, berichten.
Bereits währende der Fahrt dort hin dachte ich wir müssen irgendwo am Ende der Welt sein. Doch nach 30 km (ab Fagaras, der letzten Stadt) auf total mießen Straßen, die erste hälfte zwar noch Asphalt aber mit Schlaglöchern übersät, die 2te hälfte dann nur noch Schotterpiste, kamen wir tatsächlich noch in einen bewohnten Ort: Seligstadt. Handyempfang = Null! Erst auf dem nächsten Hügel gabs wieder Empfang. Doch schaden tut das warscheinlich keinem, mal ein Wochenende ohne Handy und Internet. Alle die es nicht so lange aushalten konnten, konnten ja immer noch auf den Hügel laufen um zu telefonieren. Wie die Menschen hier noch leben können ist für uns glaub ich ziemlich unverständlich.
Untergebracht waren wir in einer alten Kirchenburg. Sie wurde von der Evangelischen Kirche zu einem Freizeitheim ausgebaut. Richtig nobel für so einen Ort, mit so einer Unterkunft hät ich da hinten in der Pampa nicht gerechnet.
Es war ein richtig gutes Wochenende. Es war eigentlich viel zu schnell wieder vorbei. Ich habe viele nette Leuet kennengelernt, viel Spaß gehabt, mein englisch aufgebessert (manchmal ist englisch eben der einfachste weg) und auch geistlich konnte ich auftanken.
So weit mal, ich glab ich geh jetzt auf dem schnellsten Weg ins Bett
Grüße Friedemann
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Die ersten 4 Wochen
Die Umstellung auf den anderen Tagesablauf und die Arbeitsweise hier machte mir doch mehr zu schaffen wie ich ursprünglich angenommen hatte. Morgens um 7 aus dem Haus zu gehen ist ja noch das gleiche wie zuhause. Doch abends zwischen Arbeitsweise, wie hier auf der Baustelle gearbeitet wird, ist (zumindest für mich) eine Umstellung. In Deutschland ist in der Regel, die Zeit einer der wichtigsten Faktoren – Zeit ist Geld. Hier ist das nicht ganz so. Wir wollen und müssen schon möglichst schnell vorankommen, doch manches wird hier einfach anders gemacht. Teilweise sind die Möglichkeiten es "effektiver" zu machen einfach nicht vorhanden. Oft sind dies auch finanzielle Gründe. Wo kein Geld für teuere Maschinen und Hilfsmittel vorhanden ist muss einfach improvisiert werden oder mit Materialien gearbeitet werden, die zwar mindestens genau so gut sind wie die teureren, aber eben zeitaufwändiger in der Verarbeitung sind. Ein Beispiel wäre das verschweißen der Kellerwände mit Bitumenbahnen.
Doch es geht vorwärts. In den letzten 2 Wochen haben wir weitere Wände verputzt, einen Teil des Vollwärmeschutzes (Styropor an Außenwände) angebracht und angefangen diesen zu verputzen, Erdleitungen für die Stromversorgung (die wir hoffentlich bald bekommen werden, bis jetzt arbeiten wir nur mit dem Notstromaggregat) verlegt und auch mit dem Wasserhochbehälter haben wir angefangen.
Am Wochenende gab es bei uns den ersten Schnee. Als wir am Montagmorgen auf die Baustelle kamen lagen hier knapp
Montag morgen: Eine genz weiße Baustelle
Nachher fahren, für 3 ½ Tage, wir nach Seligstadt zum C.A.M.P., einem Dankes- Freundes- und Mitarbeitertreffen von PDF (Fackelträger Rumänien). Kurt Schneck vom Schloss Klaus/Österreich wird bei diesen Tagen die Geistliche Arbeit machen. Ich bin mal gespannt!
Friedemann
Sonntag, 7. Oktober 2007
Angekommen in Rumänien
Mittlerweile bin ich jetzt schon ne weile in Rumänien. Angekommen bin ich vor ner guten Woche, Freitag abend um
Samstagmorgen ging es dann um halb 7 gleich weiter. Zusammen mit Ebbe (Eberhard Beck, Leiter der Fackelträger Rumänien) fuhren wir auf den Landes Jugend Mitarbeiter Kreis (LJMK) der Deutschen Evangelischen Jugendarbeit in Rumänien nach Pruden, einem kleinen Dorf total ab vom Schuss. Das Treffen war zu unserem (wir sind 3 FSJ´ler aus Deutschland) Vorteil auf Deutsch. Neben Einblicke in die Arbeit des LJMK, Kontakte zu Jugendlichen Mitarbeitern gab’s auch Geistliche Impulse. Für diesen wurden wir am Samstagvormittag in kleinen Gruppen mit verbunden Augen weggefahren und irgendwo in der Pampa ausgesetzt. Wir mussten dann rausfinden wo wir sind, um den schnellsten Weg wieder zurück zu finden. Zur Orientierung hatten wir ne Karte und nen Kompass. Genauso wie im täglichen leben als Christ. Wir brauchen etwas woran wir uns Orientieren können um zum Ziel, dem ewigen Leben zu kommen. Dies sind in erster Linie Bibel, Jesus selber und andere Personen die uns geistliche Vorbilder sind.
Das Hauptahus wie es im moment aussieht
Seit Dienstag sind wir dann jeden Tag auf der Baustelle gewesen. Dienstags noch ohne unseren „Bau-Chef“ Denis. Er kam erst Dienstag wieder aus dem Urlaub zurück. Der Rohbau des Kellers steht ja soweit. Der Keller soll jetzt soweit fertig gestellt werden damit wir hier eine Werkstatt einrichten können um später, vor allem beim Holzbau der oberen Stockwerke, möglichst effektiv und zügig arbeiten können.
Im Moment sind wir dabei die Fenster einzubauen. Es ist ja schon ein Wunder das wir jetzt fast alle Fenster bekommen haben, obwohl die Firma schon seit einer ganzen Weile bankrott ist. Ich bin gerade dabei den Keller auf der Außenseite mit Bitumenbahnen zu verschweißen, damit die Wände von außen her trocken sind und keine Feuchtigkeit mehr ziehen.
Wir wollen dann in nächster Zeit damit anfangen die Dränage zu verlegen um das Gelände rund ums Gebäude anfüllen zu können und die Einfahrt zu machen. Florin ist schon seit Wochen damit beschäftigt die Innenwände zu verputzen. Es gibt gerade einfach sehr viele Kleinigkeiten zu tun die doch sehr zeitaufwändig sind. Es wird wohl noch ne ganze weile Dauern bis die Werkstatt soweit eingerichtet ist damit wir sie benutzen können.
„Nebenher“ wollen wir auch die Scheune noch weiter vergrößern um trockene Abstellplätze auch für große Maschinen wie Baggerlader und Traktor zu haben. Auch mit dem Wasserhochbehälter wollen wir möglichst bald beginnen um eine Wasserversorgung, auch im oft sehr kalten Winter, sicherzustellen. – Arbeit gibt es also mehr als genug.
Für alle die mich erreichen wollen steht meine Adresse rechts in der Spalte. Über die deutsche Telefonnummer werdet ihr euch vielleicht etwas wundern. Doch sobald mein Laptop an ist und das Internet funktioniert (das spinnt im Moment etwas) bin ich über diese Nummer erreichbar. Wenn ihr mir anrufen wollt könnt ihr es ja dann erst mal über die Nummer probieren.
Vielen Dank an alle die, die mich Gebet unterstützen und auch all denen die mich finanziell unterstützen. Es ist wichtig für mich zu wissen dass ihr hinter mir steht.
Soweit mal für heute
Viele Grüße aus Rumänien
Euer Friedemann
Sonntag, 23. September 2007
Noch mal kurz daheim

Die Zeit auf dem Vorbereitungsseminar in Uhrsleben ist nun vorbei. Unsere Gruppe verstand sich super, die Gemeinschaft war genial. Dies ist bei einer Gruppengröße von fast 30 Personen ja nicht ganz selbstverständlich. Wir hatten jede menge Spaß zusammen. Neben dem ganzen Spaß haben wir auch noch einiges gelernt um in der fremden Kultur besser zurechtfinden zu können. Auch die Pflege der Beziehung zu unserem Herrn im Himmel war ein wichtiger Bestandteil unseres Vorbereitungsseminars.
Nun bin ich für einige Tage daheim um noch einiges zu erledigen, was ich eigentlich schon seit langem machen wollte (unter anderem das Vordach montieren, welches mittlerweile schon seit fast einem halben Jahr bei uns in der Garage liegt).
Am Do. den 27.9.werde ich dann aufbrechen um mit dem Bus nach Rumänien zu fahren.
Grüße
Euer Friedemann
Dienstag, 18. September 2007
Samstag, 15. September 2007
Preisverleihung Berlin – Wasserkraft für Rumänien
Von Dienstag bis heute sind Martin, Felix, Tobi, Jochen, der Häcker und ich in Berlin gewesen. Im Rahmen eines, von „JugendHilft“, bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs wurden die 10 besten sozialen Projekte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gesucht. Es hatten sich rund 18 000 Kinder und Jugendliche beworben. Wir waren unter den glücklichen Gewinnern und somit nach Berlin eingeladen.
Nach der Ankunft dienstagabends standen dann am nächsten Tag verschiedene Workshops, wie Foundrising, Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Umgang mit Journalisten,…, auf dem Programm. Am Donnerstagvormittag waren wir zu einem Empfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Die Frau unseres Bundespräsidenten, Eva Luise Köhler nahm sich Zeit um mit uns ins Gespräch zu kommen.
Am gestrigen Freitag war dann gleich der 2te Höhepunkt unseres Berlinaufenthalts angesagt. Wir waren zu einer feierlichen Preisverleihung geladen. Sie fand im Tipi direkt am Kanzleramt statt. Uns wurde nicht zuviel versprochen. Es war ein ganzer Haufen Promis da. Staatssekretäre, die Familienministerin Ursula von der Leyen, die Band Culcha Candela, die Comedians Stefan & Erkan umd Moderator Cherno Jobatai um nur einige zu nennen.
Zu unserem erstaunen waren wir das erste Projekt das auf die Bühne gebeten wurde. Unser, über 2 Meter großer, Laudator war kein geringerer als der Regisseur und Oskarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck (er wurde für den Film das Leben der anderen ausgezeichnet).
Es überraschte uns dass wir nach der Preisverleihung von mehreren Personen, unter ihnen auch unser Laudator, ein positives Echo auf unsere Dankesrede bekommen haben. Sie fanden es gut dass wir in unserer Dankesrede auch unseren Betern so direkt danken.
So sind wir nach 3 schönen und ereignisreichen Tagen in Berlin wieder aufgebrochen in Richtung Heimat. Ich bin direkt von Berlin aus wieder auf das Seminar in Uhrsleben gefahren, wo ich noch auf meine Zeit in Rumänien vorbereitet werde. Ich werde dann am kommenden Samstag meine Heimreise antreten.
Euer Friedemann

Freitag, 7. September 2007
Jetzt geht’s los!
Mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) hat offiziell am vergangenen Samstag den 1. September begonnen. Ja ich mache auf dem Papier ein FSJ und keinen Zivildienst, jedoch wird mir dieses FSJ als Zivildienst anerkannt.
Nun bin ich seit Montag in für 3 Wochen in Uhrsleben (ein klitzekleines Nest im Niemandsland bei Magdeburg) auf einem FSJ-Vorbereitungsseminar. Für ein FSJ sind 25 Seminartage gesetzlich vorgeschrieben. 20 Tage davon habe ich jetzt gleich am Anfang, die anderen 5 dann am Ende meines Jahres in Rumänien.
Neben Lukas und Carsten, meinen beiden Kollegen für und in Rumänien, sind hier noch 25 andere FSJler/innen die in alle Welt gehen werden. Wir sind eine wild durcheinander gewürfelte Gruppe aus ganz Deutschland. Bis auf die eine oder andere Sprachbarriere verstehen wir uns von Anfang an sehr gut! (Mir Schwoba kennat halt wirklich älles außer Hochdaitsch! ;-) )
Themen auf diesem Seminar sind unter anderem: Rechte und Pflichten, Missionieren ohne Druck, Berufung, Burn out, Umgang mit einer anderen Kultur, Kulturschock, etc…
Ich werde ab dem 22.9. noch mal ein paar Tage daheim sein bevor ich dann, so um den 27. 9. rum, nach Rumänien gehe. Den einen oder anderen werde ich da ja vielleicht noch sehen.
Aus Ostdeutschland
Friedemann





